|
Schlanders, der Verwaltungssitz der Talgemeinschaft, liegt auf halbem Weg zwischen dem Reschenpass und der Kurstadt Meran. Zur Marktgemeinde Schlanders gehören die idyllischen Ortschaften Kortsch, Göflan, Vetzan, Nördersberg und Sonnenberg. Die Lage von Schlanders ist einmalig: der Ort ist von den schönsten Obstanlagen Vinschgaus umgeben, die im Frühling mit ihrer zartrosa Blütenpracht betören, und im Herbst in den schönsten Rottönen leuchten. Apfelduft zieht durch das ganze Tal. Die Berghänge zeichnen sich durch eine kontrastreiche Natur aus: schattige Wälder erstrecken sich am Nördersberg neben saftig grünen Wiesen. Gegenüber, zu Füßen des mächtigen Sonnenbergs, wird der Blick von Kastanienhainen und Weinbergen gefesselt.
Das Markenzeichen des Ortes ist der Kirchturm der Pfarrkirche Maria Himmelfahrt, der 97 m hoch in den Himmel ragt und somit der höchste Turm Südtirols ist. Schlanders ist mit seiner elegant gestalteten Fußgängerzone, gesäumt von malerischen Gassen, das Einkaufszentrum Vinschgaus. Der Dorfkern, mit seinen chicen Cafés, Bars, Restaurants und Bauerngasthöfen ist zur beliebten Flaniermeile geworden. Hier, in der autofreien Zone, lässt es sich in den zahlreichen Fachgeschäften hervorragend und ganz entspannt einkaufen. Besuchen Sie donnerstags, am Vormittag, den Wochenmarkt am Stainerplatz, in der unmittelbaren Nähe zum Hauptplatz. Hier werden heimische Produkte günstig angeboten und auch Feilschen ist möglich. Die Auswahl ist groß, denn von Käse und Gemüse, über Obst und Blumen, bis hin zu Schuhen und Bekleidung können Sie hier alles erwerben.
In der Gegend um Schlanders und Laas bietet sich Ihnen die Gelegenheit, eine kontrastreiche Bergwelt zu entdecken. Angesichts dieser vielfältigen Landschaft bleiben kaum Wünsche offen. Bergfreunde können zu Fuß oder mit dem Rad, von der auf 700 – 800 m gelegenen Talsohle bis hinauf auf 3.000 m die Natur in ihrer ursprünglichen Form erleben. Im Vinschgau scheint an über 300 Tagen im Jahr die Sonne. Hier herrscht ein mildes und angenehmes Klima, denn das Tal ist von den Dreitausendern der Ötztaler Alpen, der Ortlergruppe und der Sesvennagruppe umgeben und diese Berge halten auch die Kaltwetter – Fronten auf. Vinschgau ist somit eines der niederschlagärmsten Täler der Westalpen.
All jenen die Sport lieben, bietet Schlanders eine exzellent ausgestattete Sportanlage, zu der Tennisplätze, eine Minigolfanlage und ein Beach – Volleyball – Feld zählen, nicht zu vergessen das Freischwimmbad, die Großraum – Turnhalle und diverse Sportplätze.
In der Ortlerskiarena ist von November bis Mai absoluter Schneespaß angesagt. In den dazugehörenden 14 Skigebieten können Sie mit nur einem Skipass auf insgesamt 300 Pistenkilometern hinabsausen. Von Schlanders aus erreichen Sie die nahe gelegenen Skigebiete schnell und bequem mit einem der Gratis – Skibusse. Zur Abwechslung steht Ihnen ein unglaublich vielfältiges Freizeitangebot zur Verfügung: über 200 km Langlaufloipen, über 40 km Rodelbahnen und über 220 km gespurte Winterwanderwegen, nicht zu vergessen die romantischen Schlittenfahrten oder die Eislaufmöglichkeiten.
Sommer in den Alpen Der Sommer in Schlanders / Laas ist die ideale Jahreszeit um die wunderbare Landschaft zu erkunden, um durch kühl – schattige Wälder und über stille Hochalmen zu wandern, oder bei Spaziergängen durch die idyllischen Dörfer die ländliche Kunst und Kultur kennen zu lernen, die Sitten und Gebräuche beim bunten Treiben der Sommerfeste zu entdecken. Genießen Sie die Natur auf den markierten Radwanderwegen, entlang der Etsch, die durch duftende Obstgärten führen, an frisch gemähten Wiesen vorbei oder schwimmen Sie einige Runden in einem der Freibäder.
Der Frühling verwandelt den Mittelvinschgau in eine märchenhaft schöne Landschaft. Zur Zeit der Apfelblüte ist das ganze Tal vom Duft des Blütenzaubers erfüllt. Und über der rosafarbenen Schönheit der blühenden Obstgärten erheben sich die schneebedeckten Berggipfel. Der Frühling ist hier eine traumhaft schöne Zeit für Wanderungen, Nordic – Walking oder einfach nur zum Entspannen. In dieser Zeit können Sie zahlreiche Zusatzangebote wahrnehmen, wie Waalwegwanderungen, Blüten – Erlebniswanderungen, Kutschenfahrten, Schlossführungen, Schnapsverkostungen und noch viele andere Veranstaltungen, die Sie so schnell nicht vergessen werden!
Ein äußerst beeindruckendes Ereignis im Frühling ist die Frostberegnung. Bei diesem Verfahren werden die zarten Blüten bewässert, so dass sich während des nächtlichen Frostes eine Hülle aus Eis um jede Blüte bildet. Diese Eishülle schützt die Blüte vor dem Erfrieren.
Die herbstliche Farbenpracht Im Herbst, wenn die Wälder im milden Sonnenschein gold und kupfern leuchten, kehren die Kühe prachtvoll geschmückt von den Sommerweiden zurück, die Äpfel werden süß und die gebratenen Kastanien duften verführerisch. Genießen Sie die herbstliche Farbenpracht bei Wanderungen entlang der Waalwege, bei Radtouren durch die Obstgärten oder beim Törggelen in einer der gemütlichen Gaststuben der Umgebung.
Sehenswürdigkeiten in Schlanders Schloss Schlandersburg Die Schlandersburg, der bedeutendste Renaissance – Bau des Vinschgaus, wurde als Residenz der Hendl um 1600 errichtet. Die Säulen des zweigeschossigen Arkadenhofes sind denen von Dornsberg sehr ähnlich. Auch die schönen Fenstergitter, das Portal sowie das Wappen und die Sonnenuhr sind beeindruckend. Seit 1988 befindet sich die Burg im Besitz des Landes Tirol. Hier sind Bezirkslandesämter untergebracht wie das Arbeitsamt, die öffentliche Bibliothek, das Forstinspektorat, etc. Schloss Schlandersberg wurde im 13. Jh. von den Herren von Montalban auf kahlen Felsen oberhalb von Schlanders errichtet. Das Schloss war der Stammsitz der Herren von Schlandersberg – im 15. Jh. eines der bedeutendsten Geschlechter Tirols, von denen die Gemeinde Schlanders einst ihr Wappen erhielt. Im 16. Jh. wurde das Schloss umgebaut und erhielt seine jetzige Gestalt. Als 1813 das Geschlecht ausstarb, erwarben Bauern die Burg, die sich auch heute noch in Privatbesitz befindet. In den letzten Jahren wurde das Schloss erweitert und renoviert.
Die Tschenglsburg, Der Bergfried wurde bereits um das Jahr 1000 errichtet. Die Burg, auch Fuchsburg genannt, wurde Ende des 13. Jh. von den churisch – tirolerischen Ministerialen von Tschengls erbaut. Die Burg wurde von Ringmauern umgeben, die Schwalbenschwanzzinnen hatten. Drei davon sind an der Eingangsseite noch zu sehen. Um 1000 wurde das große Rundbogentor gebaut, mit Quadern aus weißem Marmor eingefasst, und dem schön gemeißelten Wappen der Herren von Tschengls am Keilstein. Am Turm wurde ein Wohntrakt angebaut, der am Giebel Schwalbenschwanzzinnen in Zierform hat. An den Fenstern sind noch Teile der Renaissancebemalung erhalten. Am Eingang in das Wohnhaus, der als Spitzbogen gestaltet wurde, ist das Wappen der Grafen von Fuchs zu sehen. 1860 ging die Burg in den Besitz der Familie Tscholl über und wurde landwirtschaftlich genutzt. Heute befindet sich im Kellergeschoß ein Restaurant und eine Bar. Als Dauerausstellung beherbergt die Tschenglsburg das Holzfigurenkabinett von Roland Veith.
Die Pfarrkirche Maria Himmelfahrt und die Michaelskapelle wurden 1499, im Engadiner Krieg mit dem gesamten Ort bei einem Brand zerstört und bis 1505 neu gebaut. 1758 / 59 wurde die Pfarrkirche in neubarockem Stil erweitert und restauriert. Der Wiener Hof – und Theatermaler Josef Adam Mölk wandelte die gotische, dreischiffige Kirche in einen großen Saalraum, an dessen Decke er die strahlenden Fresken mit Darstellungen aus dem Leben Mariens schuf. Um 1900 kamen Jugendstilelemente zu der Einrichtung der Kirche hinzu, wie zum Beispiel das Ornament der Lotusblüten am Gestühl. Der Turm der Kirche ist 97 m hoch und somit der höchste Kirchturm von ganz Tirol. Das Wahrzeichen von Schlanders, eine nadelfeine Spitze, ist von überall her zu sehen und ganz leicht in Richtung Westen geneigt, wahrscheinlich mit Absicht so errichtet, um dem heftigen Wind, der von der Laaser Höhe her weht, standzuhalten.
Die Pfarrkirche St. Johannes in Laas dominiert das Ortszentrum des Dorfes. Beeindruckend schön ist die Apsis, die gänzlich aus Laaser Marmor besteht. Die eigentliche Pfarrkirche wurde erst später dazugebaut. Im Altarraum können der Volksaltar, sowie der Ambo mit symbolischen Darstellungen der Evangelisten und der Träger des ewigen Llichtes, aus Marmor geschaffen, bewundert werden. Auch der Friedhof von Laas ist sehenswert, mit all den weißen Grabsteinen, an denen christliche Motive angebracht wurden. |